

Danza Mobile
Sirena en tierra und Dame un segundo - zwei Tanzstücke mit Textpassagen in spanischer Sprache. Deutsche Textblätter werden abgegeben.
Die gestrandete Nixe, die Sirena en tierra, steht für Fragilität und Hilflosigkeit. Ein starkes Bild, das der Choreograf Manuel Cañadas für das auf einem Text der Tänzerin Tomi Ojedas basierenden Stück gefunden hat. Vier „Nixen“ unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Bewegungshorizonten treffen aufeinander und entladen ein Tanzstück voller spannungsvollen Bildern, Lebensfreude und starker Emotionalität. Ihrem Lebenselement entrissen fühlen sich alle gleichermaßen eingeschränkt, und doch findet jede trotz ihrer jeweiligen Begrenzung ihre individuell unterschiedliche Ausdrucksform.
Dame un segundo (Gebt mir eine Sekunde) ist ein Stück in fünf Akten, Regie Ramón Pereira, Choreografie Manuela Calleja. Jeder Akt geht von einem Vers von José Manuel Muñoz aus. Der Tänzer mit Down Syndrom denkt in seinem Gedicht über die fünf Etappen eines Lebens nach: Kindheit, Adoleszenz, Jugend, Reife und Alter. Eine poetische, manchmal ironische Reflexion über das Leben dargestellt von fünf Tänzerinnen und Tänzern, darunter José Manuel Muñoz selbst.
Danza Mobile ist seit Jahren im Bereich integrativer Tanz aktiv und bildet – als eine der wenigen Schulen in Europa – geistig behinderte Bühnentänzer aus. Das Schweizer Publikum kennt die wunderbaren Tänzerinnen und Tänzer von Danza Mobile aus dem Stück Pez y Pescado (Choreografie Anna Röthlisberger), das 2007 in einer Zusammenarbeit von BewegGrund und der spanischen Compagnie entstanden ist.
Sirena en tierra
Choreografie: Manuel Cañadas
Text: Tomi Ojeda
Tänzerinnen: Manuela Calleja, Daidee Veloz, Irene Crespo, Lila Derridj
Dame un segundo
Choreografie: Manuela Calleja
Regie: Ramón Pereira
TänzerInnen: Manuela Calleja, Arturo Parrilla, Jose Manuel Muñoz, Helliot Baeza, Jaime Garcia
Fotos: Raquel Alvarez und Candela Calleja