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Doppelabend: «Bewegt» von Tanzflug (Schweiz) und «Don't call me by my» name von Laila White (Spanien)

Donnerstag, 3. Juni 2021 - 20 Uhr - Dampfzentrale Bern

Donnerstag 3. Juni | Dampfzentrale 20 Uhr | Publikumsgespräch nach den Vorstellungen

Das Publikumsgespräch mit Übersetzung in Gebärdensprache wird moderiert von Mirjam Gasser, Präsidentin BewegGrund 

Tanzflug | Dauer: 20 Minuten in deutscher Sprache mit Übertiteln


Einfach gesagt:
Lea, Andrea und Raphael bewegen sich auf der Bühne.
Sie sprechen auch.
Im Stück geht es um Bewegen und Still-Sein.
Eine Kamera bewegt sich mit.

Auf den ersten Blick mag Bewegung das Offensichtlichste einer Tanzaufführung sein – eine Geste im Raum, die deutlich erkennbar ist und als selbstverständlich gilt. Die Bewegungswelt von jemandem, der sich in den Augen anderer nicht bewegen kann, bleibt den meisten verborgen. Hierauf legt «Bewegt» den Fokus und schöpft dabei aus der Unterschiedlichkeit seiner beiden Darstellerinnen. Was bedeutet es, nicht umarmen zu können und wie lässt sich Zuneigung ausdrücken, wenn sie sich nicht durch Gestik oder Körpersprache unterstreichen lässt? Wie fühlt es sich an, fast ausschliesslich aus funktionalen Gründen berührt zu werden? «Bewegt» stellt die Frage, wie das Spielerische, Ungeschickte, Überraschende der Körpersprache in anderer Form, bildhaft oder verbal, kommuniziert werden kann. Bild, Sprache und Bewegung nehmen im Stück als gleichwertige Elemente Raum ein und geben den Blick auf ein Universum frei, das in seiner Differenzierung besticht.  

Credits Tanzflug

Konzept / Performance: Lea Vejnovic, Andrea Frei, Raphael Zürcher
Texte: Lea Vejnovic, Andrea Frei unter Verwendung von Kübra Gümüsay, Sprache und Sein
© 2020 Hanser Berlin in der Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, München
Video: Raphael Zürcher
Technik: Daniele Brumana
Dramaturgische Begleitung: Sandra Löwe, Johanna Hilari
Koproduktion mit IntegrART, Uraufführung   

Mehr über Tanzflug: http://www.tanzflug.ch/

Don't call me by my name | Dauer: 20 Minuten Kurzer Text in Spanisch mit deutscher Übertitelung

Einfach gesagt:
Laila ist Tänzerin und Fotografin.
Im Stück sehen wir am Anfang Fotos von ihr.
Danach tanzt sie alleine.
Sie erzählt aus ihrem Leben.

Die Künstlerin Laila White ist in verschiedenen Disziplinen zu Hause. Ihr Tanzsolo «Don’t call me by my name» beginnt mit der grossflächigen Projektion eindrücklicher Selbstporträts. Diese legen den Pfad in einen Erzählraum, durch den sich die Performerin mit ihrer intensiven Präsenz fortan bewegt. Immer wieder gibt sie den Blick frei auf fragile Momente ihrer Geschichte und wahrt zugleich Geheimnisse. Diese Dualität kreiert eine Erzählung, die über ihre persönliche Biografie hinausweist und das Publikum um eine Weltsicht reicher zurücklässt.

Credits Don't call me by my name

Konzept und Regie: Antonio Quiles / Alteraciones D-T CO
Performer: Laila White
Kreation und Choreografie: Antonio Quiles und Laila White
Texte: Antonio Quiles
Fotografie: Laila White

Mehr über Laila White: https://lailawhite.net/

Wegen pandemiebedingten Einreiserestriktionen können die Performerinnen des ursprünglich geplanten Stückes «Affinity» leider nicht einreisen.

Eine gemeinsame Veranstaltung von BewegGrund und IntegrART, ein Netzwerkprojekt des Migros-Kulturprozent und den Partnerfestivals Wildwuchs Basel, Out of the box Genf und Orme Lugano.